Selbstverteidigung

Ab welchem Alter ist Pfefferspray erlaubt?

Viele Fragen sich bei Pfefferspray ab welchem Alter es gekauft und genutzt werden darf. Tatsächlich gibt es über diese Frage in sozialen Medien immer wieder ganz unterschiedliche Aussagen. Das hängt mit einer etwas verworrenen Rechtslage zusammen. Wir erklären Ihnen kurze und knapp den Stand der Dinge in der Bundesrepublik Deutschland.

Die Pfefferspray Altersfreigabe ist Definitionssache

Oft kursiert das Alter von 14 Jahren als angebliche Altersgrenze. Das hängt mit dem § 3 des Waffengesetzes (WaffG) zusammen. Hier wird in Absatz 2 die Nutzung von geprüften Reizstoffsprühgeräten ausnahmsweise für Jugendliche gestattet wird. Unter Jugendlichen versteht der Gesetzgeber Menschen in der Altersspanne zwischen 14 und 18 Jahren. Mit den hier benannten Reizsprühstoffgeräten sind CS-Gas-Sprays benannt. Wenn ein Reizstoffsprühgerät jedoch zur Tierabwehr dient, ist es von dieser Altersbeschränkung wiederum ausgenommen. Sprays zur Abwehr von Tieren unterliegen in Deutschland gar keiner Altersbeschränkung. Tatsächlich ist alles, was in Deutschland unter „Pfefferspray“ läuft, offiziell als Gerät für die Abwehr von Tieren ausgewiesen. Das bedeutet, dass der Gesetzgeber in diesem Fall gar keine Altersbeschränkung vorsieht. Die Frage, „Ab wieviel Jahren ist Pfefferspray erlaubt?“ findet im Fall dieser Pfeffersprays also keine Altersbeschränkung nach unten.

Kinder können Pfefferspray besitzen – aber können sie damit umgehen?

„Ab wieviel Jahren darf man Pfefferspray kaufen?“ ist eine Frage. Ob ein Kind in jedem Alter bereits sinnvoll damit umgehen kann, ist die andere Frage. Dabei spielt sicher auch die persönliche Entwicklung eines Menschen eine Rolle. Wer über den Kauf von Pfefferspray nachdenkt, kann sich zum einen darauf besinnen, dass es sich um ein Verteidigungsmittel handelt. Dem Sinn des Gesetzestextes nach sollte es dann auch der Abwehr von Hunden oder Tieren dienen. Falls das Spray im Notfall gegen menschliche Angreifer zum Einsatz kommt, hat es auch hier Verteidigungspotenzial. Sie sollten sich jedoch darüber im Klaren sein, dass von Kinderhand eingesetzte Waffen von Angreifern auch entwendet und in umgekehrter Richtung eingesetzt werden können. Ein Nutzer eines Pfeffersprays muss sich entsprechend bewusst darüber sein, dass es sich um kein Spielzeug handelt und bewusst damit umgehen können.

Pfefferspray kann Selbstvertrauen geben und Angriffe abwehren

Mit einem Pfefferspray können Sie das Selbstvertrauen Ihre Nachwuchses stärken. Im Notfall kann er sich damit vor Angriffen schützen. Es reicht jedoch nicht der Kauf alleine. Sie müssen Ihren Sohn oder Ihre Tochter in jedem Fall auch gut darüber informieren, was es mit dem Pfefferspray in den Händen hält und wie dieses zu benutzten ist. Dass der Gesetzgeber aufgrund der verworrenen Lage keine geltende Altersbeschränkung vorsieht, entbindet nicht von Erziehungsaufgaben. Es mag jedoch Situationen geben, in denen der Besitz eines entsprechenden Notfallsprays sinnvoll ist.

Fazit

Eine offizielle Altersgrenze gibt es im Fall der meisten handelsüblichen Pfeffersprays auf dem deutschen Markt nicht. Im Gegensatz zu CS-Gas darf demnach auch ein Kind ohne Verstoß gegen die aktuelle Gesetzeslage ein legal ein solches Pfefferspray zur Abwehr von Tieren in seinem Besitz führen. Damit sich Ihr Sohn oder Ihre Tochter über eine sinnvolle Nutzung im Klaren ist, sollten Sie diese unbedingt über die Verwendung des Produkts aufklären. Falls Sie dies machen, kann das Produkt verantwortungsvoll mitgeführt werden und im Notfall bereit gehalten werden.

 

Discaimer: Achtung – dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar, sondern gibt nur unseren aktuellen Wissensstand wieder. Im Zweifel sollte immer ein Anwalt konsultiert werden.

SALT Pistole – ein neuer Trend aus den USA

Ein junges Startup aus den USA namens Salt Supply Co. sorgt seit derzeit für eine besondere Innovation für die Selbstverteidigung. Gestützt durch Crowdfunding hat das Unternehmen eine Salz Pistole entwickelt. Sie setzt Angreifer gezielt mit einer Wolke von aggressivem Salzpulver außer Gefecht. Damit wirkt die Pistole ähnlich wie Pfefferspray. Die neue Selbstverteidigungspistole hat demgegenüber jedoch noch eine Reihe von Vorteilen in der Selbstverteidigung vorzuweisen.

Was leistet eine Salt Pistole für die Selbstverteidigung?

Die Pistole wird mit Kugeln aus Salzpulver beladen. Sie gehen am Ziel zu einem Pulver auf, das für eine stark reizende Wolke aus Salz sorgt. Die Kugeln können zu diesem Zweck sowohl direkt wie auch auf Distanz verschossen werden. Im Vergleich zu anderer Munition können diese Kugeln den Angreifer jedoch nicht töten und auch nicht schlimmer verletzen. Sie dienen lediglich der Selbstverteidigung. Diesen Zweck erfüllen sie jedoch überaus effizient. Besser noch als jedes Pfefferspray macht die Wolke den Angreifer kampfunfähig und das mit einer durchaus langen Wirkung. Für eine gute halbe Stunde können Angreifer mit der Salzwolke außer Gefecht gesetzt werden.

Wie die Salz Pistole aus den USA die Selbstverteidigung verbessert

Die von dem Unternehmen entwickelte Salz Waffe verfolgt einen doppelten Zweck. Das Startup wollte einerseits die Rate an Schussverletzungen reduzieren und gleichzeitig die Möglichkeiten für die Selbstverteidigung verbessern. Die Pulverwolken unterstützen dies effizient. Erstens ist für ihre Nutzung keine besonders hohe Treffsicherheit und geübter Umgang mit der Waffe notwendig. Im Gegensatz zum Pfefferspray hat die Wolke eine höhere Wirkungsrate. Wer sich unvorhergesehen einer Angriffssituation ausgesetzt sieht, kann sich damit auch ohne exakte Treffsicherheit verteidigen. Schließlich bietet die Salzpistole einen weiteren Vorteil. Falls Sie im Ernstfall entwendet wird, ist damit keine Tötung möglich. Das Pulver zielt ganz allein darauf ab, Angriffe zu vereiteln. Bei der Verwendung macht das Gerät übrigens weder Lärm, noch übt es eine Rückstoßkraft auf den Nutzer aus. Gegenüber anderen Produkten sind dies zwei weitere wichtige Vorteile.

Nutzen Sie die Salt Pistole in Deutschland für Ihre Verteidigung

In den USA hat das Gerät bereits in vielen Situationen den Gebrauch von Schusswaffen ersetzt. Das ist in dem Fall nicht nur ein angenehmer Nebeneffekt. Es ist das erklärte Ziel der Erfindung. Verbraucher können die Salt Pistole kaufen und sich auch Zugang zu entsprechenden Patronen verschaffen. Durch die Nutzung des Geräts wird die Selbstverteidigung in einem hohen Maß verbessert. Wenn Sie Ihren eigenen Schutz durch die innovative Entwicklung aus Chicago verbessern möchten, können Sie sich ein entsprechendes Gerät verschaffen. Im Gegensatz zu den USA ist in Deutschland für den Besitz einer Luftpistole allerdings nach wie vor ein Waffenschein von Nöten.

Fazit

Sowohl gegenüber anderen Luftpistolen einerseits und Pfefferspray hat die Salt Pistole eine ganze Reihe von Pluspunkten aufzuweisen. Das Gerät ist gezielt auf Verteidigungszwecke ausgerichtet, für die es sich besonders wirkungsvoll einsetzen lässt. Wenn Sie ein entsprechendes Produkt erwerben möchten, müssen Sie es derzeit allerdings noch von einem anderen Markt beziehen. Innerhalb Deutschlands ist die Salt Pistole derzeit jedenfalls noch nicht erhältlich.

Hier empfiehlt es sich daher auf vergleichbare, in Deutschland verfügbare Pfefferspray-Pistolen zurück zugreifen, welche ohne Waffenschein erhältlich ist.

Elektroschocker: Legal kaufen oder lieber meiden?

Immer mehr Artikel aus den Medien berichten heute über den Einsatz von elektronischen Verteidigungswaffen als Verteidigungsmittel. Um sich sicherer zu fühlen greift offenbar gegenwärtig eine steigende Zahl von Menschen zur Elektroimpulswaffe. Für den normalen Verbraucher stellt sich da zunächst die Frage: Sind Elektroschocker legal? Wer kauft sich sowas und inwiefern eignen sie sich wirklich zur Verteidigung?

Sind Elektroschocker erlaubt? Welche dürfen Sie in Deutschland nutzen?

Je nachdem, wie ein Elektroimpulsgerät gebaut ist, kann es ganz unterschiedliche Auswirkungen haben. Wie gestaltet sich die Elektroschocker Wirkung nun konkret? Im leichtesten Fall setzt die Waffe einen Menschen durch einen kurzen Stromstoß außer Gefecht und ist gesundheitlich unbedenklich. Im schlimmsten Fall kann die Stärke der Stromstöße erhebliche gesundheitliche Folgen haben und mit schlimmen Schmerzen verbunden sein.

Dass die Gesetzeslage in Bezug auf die Geräte in Deutschland vergleichsweise restriktiv gefasst ist, hat seinen Grund: Ein Gerät mit erheblicher Leistung könnte nicht nur zu starker Körperverletzung führen, es ist auch ein Instrument, das in anderen Ländern zur Folter genutzt wird. Geräte, die Strom auch über Distanz übertragen können (Distanzgeräte), sind grundsätzlich verboten. Bei Geräten wiederum, bei denen es dazu einen direkten Kontakt am Körper braucht (Kontaktgeräte), sind diese nur bis zu einer bestimmten Stärke erlaubt. Wenn man eines der letzteren, speziell zertifizierten (PTB zertifiziert), Geräte besitzt, darf man dieses mit sich führen und sich damit verteidigen.

Wie funktioniert die Verteidigung mit dem Gerät?

Die Kontaktgeräte senden kleine Stromstöße aus. Wird das Gerät an den Körper gehalten, so überträgt es diese und das hat seine Wirkung. Die Muskeln im Körper ziehen sich zusammen, so dass der betroffene Mensch für einen kurzen Zeitpunkt außer Gefecht gesetzt wird. Dieser kurze Moment kann einen besonderen Überraschungseffekt haben. Als Verteidigungswaffe eingesetzt dient dieser Moment der attackierten Person dann dazu, die Flucht zu ergreifen oder sich aus dem Griff des Angreifers zu lösen. Dass dessen Muskeln für einen kurzen Moment nicht funktionsfähig sind, gibt einem dazu die Gelegenheit.

Kontaktgeräte können im Fachhandel für Security erworben oder auch im Internet eingekauft werden. Wer seinen Elektroschocker nicht im Fachhandel einkauft, sollte auf eine entsprechende Zertifizierung achten. Mit der Nutzung nicht zugelassener Geräte umgeht man ansonsten die geltende Gesetzeslage. Das hat die Konsequenz, dass man auch die Folgen zu tragen hat und dabei nicht einmal weiß, wie gefährlich das erworbene Gerät wirklich sein könnte. Auch Internetanbieter wie Amazon bieten entsprechend zertifizierte Produkte, deren Kauf und Nutzung offiziell erlaubt ist.

Ein grauer Markt versorgt Bürger mit nicht zugelassenen Elektroschockern

Die nicht erlaubten Distanzgeräte kursieren aber ebenfalls bereits in Deutschland. Sie werden zum Teil von unbedarften Nutzern im Internet erworben aber kommen auch auf anderen Wegen ins Land. Aus Ländern, in denen ihr Verkauf erlaubt ist, beliefern zwielichtige Firmen den deutschen Markt mit Distanzgeräten. Damit diese bei Kontrollen des Transports oder der Nutzer nicht auffallen, sind die Distanz-Elektroschocker (Taser) nicht selten auf spezielle Weise umgebaut. Viele der Hersteller gestalten Distanzgeräte in Form eines anderen Produkts.

So wurden beispielsweise bereits Distanzschocker gefunden, die auf den ersten Blick wie eine ganz normale Taschenlampe aussehen oder die Gestalt eines anderen Alltagsgegenstands haben. Das bedeutet, dass eine gefährliche Waffe als Alltagsgegenstand getarnt und mitgeführt wird. Das verstößt gegen das Gesetz. Dazu kommt, dass die aufgefundenen Geräte die erlaubte Voltzahl um ein Vielfaches überschritten. Von der Waffe geht dann eine ungewisse Wirkung aus.

Eignet sich ein Elektroschockgerät gut zur Verteidigung?

Im Alltagsverstand der meisten Menschen werden die Geräte mit einem tollen Überraschungseffekt verbunden. Viele Menschen halten sie deshalb für die ideale Verteidigungswaffe. Was aber in Film- und Fernsehen funktioniert, kann auf der Straße auch nach hinten losgehen. Bei den erlaubten Geräten wird der Getroffene nach kurzer Zeit wieder handlungsfähig. Und auch wer nicht schnell genug einen Kontakt des Geräts mit dem Körper herstellt, riskiert doch so einiges. Das Gerät kann von Angreifern aus den Händen des Verteidigers entrissen werden. Das kann am Ende dazu führen, dass die Waffe gegen einen selbst eingesetzt wird.

Und selbst wer wiederum mit einem gefährlichen Schockergerät „erfolgreicher“ agiert, riskiert eine Körperverletzung mit ganz ungewisser Höhe. Und dies mit einer Waffe, die unter Umständen nicht einmal zugelassen ist. Möglicherweise gibt es also im richtigen Leben doch bessere und effektivere Mittel zur Verteidigung als die Elektroschocker. Das Pfefferspray ist beispielsweise so eine. Nach wie vor ist diese Variante effektiv. Und im Ernstfall kann Sie den Angreifer sogar länger außer Gefecht setzen als ein Kontaktschocker. Mit eingeschränktem Augenlicht ist der Angreifer eingeschränkt und in vielen Fällen bereits handlungsunfähig oder auf seine eigene Flucht fixiert. Gegenüber dem Elektroschocker scheint das Pfefferspray im praktischen Leben der meisten Verbraucher eine weit bessere Alternative für den Verteidigungsnotfall zu sein.

 

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CS Gas oder Pfefferspray: Welches Produkt wirkt besser?

In der heutigen unsicheren Zeit stellt sich für viele die Frage nach der richtigen Abwehrmethode. Immer wieder steht dabei die Diskussion zwischen CS Gas oder Pfefferspray im Vordergrund. Fest steht, beide Mittel besitzen eine effektive Möglichkeit, potenzielle Angreifer in die Flucht zu schlagen. Dennoch besitzen beide Produkte entscheidende Merkmale, die sich voneinander unterscheiden. In diesem Ratgeber wird daher auf Pfefferspray vs CS Gas näher eingegangen.

Was ist CS Gas und wie wirkt es?

CS Gas kennen Sie sicher aus vielen Krimiserien und auch in den Medien wird immer öfter über dieses Mitteln berichtet. Doch um was handelt es sich bei diesem Produkt wirklich. Chlorbenzyliden-Malonsäuredinitril nennt sich der Wirkstoff, oder auch kurz CS, der in diesem Mittel eingesetzt wird, um Angreifer in kürzester Zeit außer Gefecht zusetzen. Dabei gilt das Gas nicht als unumstritten. Viele Fälle sind bereits bekannt, in denen Personen oder Tiere gegen das Gas regelrecht immun sind. Zwar ist dies eher eine seltene Ausnahme, dennoch wurde der Effekt beobachtet. Weiterhin hat die chemische Zusammensetzung schädliche Nebeneffekte. Vor allem Unbeteiligte können unter den Folgen von CS Gas auch nach der Anwendung leiden.

Die Nebeneffekte des CS Gases

Berichten zufolge, kann das Gas auch Wochen später noch für unerwünschte Nebenwirkungen sorgen. So sind Fälle bekannt, in denen Betroffene von Atemwegserkrankungen, Hustenreizen oder gar Hautreizungen bis hin zu Exzemen sprechen. Dieser Effekt führt zudem dazu, dass selbst die Polizei inzwischen dieses Mittel nur selten einsetzt. In geringer Dosis wird es zwar immer noch in einigen Wasserwerfern als Bestandteil verwendet, empfohlen wird jedoch der Einsatz von Pfefferspray. Doch was steckt eigentlich im Pfefferspray, dem Alternativ-Abwehrmittel?

Was sind die Bestandteile des Pfeffersprays und wie wirkt es?

Viele stellen sich die Frage, ob Pfefferspray oder CS Gas im Falle eines Angriffs oder einer Bedrohung zum Einsatz kommen soll. Dabei sollte beachtet werden, dass letzteres über chemische Komponenten in seinen Inhaltsstoffen verfügt, das Pfefferspray jedoch natürliche Abwehrmittel besitzt, die weniger schwerwiegende Begleiterscheinungen besitzen. Wer also nach einer Alternative zum CS Spray sucht, sollte sich das Pfefferspray einmal genauer anschauen.

Natürliche aber effektive Inhaltsstoffe im Pfefferspray

Die Inhaltsstoffe im Pfefferspray basieren auf Pfefferschoten. Oleoresin Capsicum, so nennt sich der entscheidende Bestandteil, wirkt vollkommen natürlich und setzt den Angreifer binnen Sekunden außer Gefecht. Dieser natürliche Wirkstoff wird auch als OC zusammengefasst und findet daher auf den Verpackungen des Pfeffersprays einen entsprechenden Vermerk. Im Gegensatz zum CS Spray besitzt das Pfefferspray keine chemischen Bestandteile, die für langanhaltende Nebenwirkungen sorgen, nach einmaliger Anwendung jedoch effektiv überzeugen.

Pfefferspray oder CS Gas – das Fazit:

Ganz gleich in welcher Form das Pfefferspray zum Einsatz kommt, der Schärfe der Pfefferschoten kann sich kein Angreifer entziehen. Für einen kurzen Moment kann dafür gewährleistet werden, dass ein tatsächlicher Abwehreffekt zustande kommt, der ohne nachhaltige Nebeneffekte wirkt. Im Gegensatz zum CS Spray, dass zum Teil schwerwiegende Folgeerscheinungen besitzt und bei unsachgemäßer Anwendung auch das opfer beeinträchtigt, erweist sich das Pfefferspray als wirksame und natürliche Lösung. Daher kann im Fall Pfefferspray vs CS Gas ganz klar argumentiert werden, dass das Pfefferspray die bessere Lösung darstellt. CS Gas oder Pfefferspray gehören jedoch nicht in die Hände von Kindern und sollten daher nur im Falle einer Bedrohung sinnvoll verwendet werden.

Ist Pfefferspray legal?

Der Anstieg der Kriminalität in den letzten Jahren hat dazu geführt, dass Menschen aus Angst und zu ihrer eigenen Sicherheit Pfefferspray mit sich führen oder über den Kauf von solchen Sprays nachdenken. Doch wie sieht die rechtliche Lage diesbezüglich aus? Gibt es Pfefferspray frei zu kaufen? Und: darf man es im Notfall auch gegen andere Menschen einsetzen? Diese Fragen werden im folgenden Text beantwortet.

Pfefferspray oder CS-Gas – ein wichtiger Unterschied

Bei dem Kauf bzw. bei der Verwendung von Pfefferspray muss zunächst einmal zwischen CS-Gas und dem „gewöhnlichen“ Pfefferspray unterschieden werden. Bei Pfefferspray handelt es sich um ein Spray, dass ausschließlich aus Chili-Pfeffer besteht. Es verfügt über kein Prüfsiegel und es darf in Deutschland offiziell nur gegen Tiere eingesetzt werden. Ein Einsatz gegen Menschen ist erst einmal nicht erlaubt. Dieses Pfefferspray kann im Handel ganz normal und ohne Altersbeschränkung gekauft werden. Es ist auch kein Waffenschein oder eine Genehmigung erforderlich.

Anders sieht das jedoch bei dem sogenannten CS-Gas aus. Dieses ist ausdrücklich für den Einsatz gegen Menschen zugelassen. CS-Gas muss über ein PTB-Prüfzeichen verfügen, um in Deutschland zugelassen zu sein. Ist dieses Zeichen nicht vorhanden, dann handelt es sich bei dem CS-Gas um eine verbotene Waffe. CS-Gas mit PTB-Prüfsiegel kann in speziellen Fach- und Waffengeschäften gekauft werden. Ein Mindestalter von 14 Jahren ist hier jedoch vorgeschrieben. Auch für CS-Gas wird darüber hinaus jedoch weder eine Genehmigung noch ein Waffenschein benötigt.

Ist der Einsatz von Pfefferspray legal?

Die Frage ob der Einsatz von Pfefferspray erlaubt ist oder nicht, ist abhängig von der Situation. Der Gesetzgeber sieht im Rahmen der Notwehr sowie der Nothilfe ganz klar vor, dass sich eine betroffende Person „in angemessener Weise“ mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigen darf. Das kann ein Ast, ein Baseballschläger oder eben auch ein Pfefferspray sein. Im Rahmen der Nothilfe wie auch bei der Notwehr spielt es dabei keine Rolle, ob es sich um CS-Gas handelt oder ob das für die Tierabwehr vorgesehene Pfefferspray verwendet wird. Beide Arten des Pfefferspray sind legal.

Schwierig ist jedoch häufig einzuschätzen, ob der Einsatz von Pfefferspray sowie die eingesetzte Menge angemessen ist. Fühlen sich Personen bedroht, dann können sie die Lage häufig nur schwer einschätzen. Hinzu kommt außerdem, dass Gefahr häufig subjektiv wahrgenommen wird und nicht immer auch der tatsächlichen Situation entspricht. In diesen Fällen besteht die Gefahr der exzessiven oder ungerechtfertigten Notwehr. In diesem Fall wäre der Einsatz von Pfefferspray verboten. Der Anwender könnte sich sogar strafbar machen.

Egal ob Notwehr oder nicht, eine Sache muss in jedem Fall immer klar sein: wird Pfefferspray gegen einen anderen Menschen eingesetzt, handelt es sich erst einmal immer um eine gefährliche Körperverletzung (eine Körperverletzung unter Einsatz einer Waffe). Lediglich die Frage ob ein rechtfertigender Notstand oder eine Situation der Notwehr vorlag, entscheidet darüber ob das Pfefferspray verboten oder ob das Pfefferspray erlaubt ist.

Unter welchen Bedingungen ist der Einsatz von Pfefferspray erlaubt?

In Deutschland ist der Einsatz von Pfefferspray legal, wenn ein rechtfertigender Notstand oder eine Notwehrsituation vorliegt. Das bedeutet, dass eine aktuelle Gefahr für Leib und Leben entweder für einen selbst (Notwehr) oder für jemand anderen (rechtfertigender Notstand) vorhanden sein muss. Ein häufiger Irrtum ist hier, dass es notwendig ist zu warten, bis ein Angriff erfolgt ist. Der Wille reicht in diesem Fall bereits völlig aus. Ist dieser sicher und zuverlässig zu erkennen, darf das Pfefferspray legal verwendet werden. Damit der Einsatz von Pfefferspray erlaubt ist, muss es aber auch im Verhältnis zum Angriff bzw. zu der Tat stehen. Das heißt, wird eine Person verbal angegriffen, ist der Einsatz von Pfefferspray verboten. Folgt auf den verbalen Angriff jedoch auch ein körperlicher Angriff oder ist dieser vorherzusehen, dann darf das Spray verwendet werden.

Generell gilt es hier jedoch von Fall zu Fall zu unterscheiden. Wird eine Frau allein auf der Straße angegriffen und setzt das CS-Gas zur Selbstverteidigung gegen einen Angreifer ein, dann sieht die Situation anders aus, als wie wenn ein männlicher Bodybuilder mit einer Größe von knapp zwei Metern von einer einzelnen Person angegriffen wird. Häufig lässt sich der Sachverhalt darüber hinaus im Nachhinein nicht mehr klar feststellen und es steht Aussage gegen Aussage. In den meisten Fällen kommt es in diesen Situationen jedoch gar nicht erst zur Anklage. Kommt es zu einem Verfahren, dann ist in den meisten Fällen auch bei einem Notwehrexzess mit einem Freispruch zu rechnen. Die Richter rechnen dem Opfer in diesem Fall häufig an, dass es unter Stress stand, die Situation nicht richtig eingeschätzt hat, und das der Täter mit einem solchen Risiko rechnen musste, als er den Angriff beging. Lediglich bei groben Fällen von exzessiver Notwehr oder in Situationen, in denen keine Notsituation vorgelegen hat, ist bei dem Einsatz von Pfefferspray mit einer Verurteilung zu rechnen.

Der Einsatz von Pfefferspray gegen Tiere

Für den Einsatz von Pfefferspray gegen Tier gelten die selben Voraussetzungen wie bei dem Einsatz gegen Menschen. Auch hier muss eine Notlage vorliegen, die die Anwendung rechtfertigt. Dabei ist es auch hier nicht ausreichend, wenn der Hund bellt oder auf den Angreifer zugelaufen kommt. Vielmehr muss die Absicht eines Angriffs gerechtfertigt sein. Außerdem gibt es die Gefahr, dass bei dem Einsatz auch der Führer bzw. Besitzer des Hundes von dem Spray getroffen wird. Bei dem Einsatz von Pfefferspray gegen Tiere ist daher besondere Vorsicht geboten.

Wann ist der Einsatz von Pfefferspray verboten?

Ungeachtet der oben genannten Punkte gibt es Situationen, in denen der Einsatz von Pfefferspray generell nicht erlaubt ist. Solche Situationen sind zum Beispiel Demonstrationen. Hier ist das CS-Gas – auch zur Selbstverteidigung – nicht erlaubt und sollte lieber zu hause bleiben. Darüber hinaus können Veranstalter von großen Events das Mitführen der Sprays – zumindest innerhalb ihrer Einrichtungen – verbieten. Das ist zum Beispiel bei Fußballspielen der Fall: in Stadien ist Pfefferspray – wie im übrigen auch jede andere Waffe – nicht erlaubt.

Nachbarländer – die Rechtslage in Österreich und in der Schweiz

In Österreich fällt Pfefferspray im Gegensatz zu Deutschland unter das Waffengesetz. Wie in der Bundesrepublik sind jedoch sowohl der Kauf als auch das Besitz und das Mitführen von Pfefferspray erlaubt. Hier gibt es jedoch keine Kennzeichnungspflicht für Tier-Pfefferspray, auch wenn Diese meist dennoch vorhanden ist. Anders als in Deutschland ist in Österreich jedoch ein Mindestalter von 18 Jahren erforderlich. Bestellungen aus Österreich in deutschen Online-Shops ist für gewöhnlich ohne Probleme möglich. Auf der anderen Seite ist der Verkauf von manchen Produkten, wie zum Beispiel die Pfefferspray Pistolen die in dem Nachbarland ebenfalls legal, nach Deutschland über das Internet verboten.

Die Rechtslage in der Schweiz ist ähnlich. Hier fällt das Pfefferspray wie in Deutschland nicht unter das Waffengesetz. Der Verkauf sowie das Mitführen von Pfefferspray ist legal möglich. Wie in Österreich ist der Besitz bzw. die Verwendung oder das Führen von Pfefferspray jedoch verboten, wenn die betreffende Person unter 18 Jahre alt ist. Darüber hinaus muss der Verkäufer bei dem Kauf über das Spray, seine Wirkung sowie Schutzfuktionen aufklären. Beim Kauf über das Internet erfolgt eine Altersüberprüfung.

Fazit

Der Einsatz von Pfefferspray und CS-Gas stellt generell eine gefährliche Körperverletzung dar. Dennoch darf das Spray im Rahmen der Notwehr oder der Nothilfe zur Selbstverteidigung oder zum Schutz von anderen Menschen verwendet werden. Dabei muss der Einsatz jedoch gerechtfertigt sein und darf nicht übertrieben werden. Trotz dieser Gesetzeslage gibt es zudem Situationen, bei denen Pfefferspray verboten ist. Dazu gehören zum Beispiele große Veranstaltungen oder auch Demonstrationen.

Selbstverteidigungstipps für Frauen

Weltweit sind Übergriffe auf Frauen längst keine Seltenheit mehr. Die Täter bereiten sich meist präzise auf deren Angriffe vor und es kommt zu häuslicher Gewalt, frau-strasseVergewaltigungen, Diebstahl oder Belästigungen. Immer mehr Frauen nehmen diese Taten jedoch nicht hin, sondern wollen sich effektiv dagegen wehren. Sie möchten wissen, welche Maßnahmen Sie ergreifen können, um sich sicherer zu fühlen und aus der Opferrolle zu entkommen? Die folgenden Selbstverteidigungstipps für Frauen geben Ihnen hierzu ein paar hilfreiche Anregungen.

Die Rechtslage in Deutschland

Anders als in anderen Teilen der Kontinente, entfällt in Deutschland die Pflicht, zurückzuweichen. Sie dürfen sich somit unmittelbar vor und während eines Angriffs angemessen zur Wehr setzen. Direkt nach dem Angriff auf Ihre Person gilt Ihre gewählte Selbstverteidigungsmaßnahme grundsätzlich nicht mehr als Notwehr. Laut Definition beinhaltet der Begriff „Notwehr“ Verteidigung gegenüber einem gegenwärtigen, rechtswidrigen Angriff auf ein rechtlich geschütztes Gut. Hierbei handelt es sich um Leben, Eigentum, Ehre, körperliche Unversehrtheit und Freiheit. Überlegen Sie gut, ob eine Notwehr in jeder Situation lohnenswert ist. Wenn Sie sich verteidigen möchten, dann sollte dies im jeweiligen Verhältnis zur Tatabsicht stehen. Wenn Sie den Täter während eines Diebstahls Ihrer Handtasche beispielsweise drastisch verletzen oder tot schlagen, kann dies negative Konsequenzen für Sie haben.

Persönliche Sicherheit und effektive Notwehr für Frauen

Zeigen Sie sich furchtlos und selbstbewusst

Täter suchen sich Opfer aus, bei denen sie leichtes Spiel haben. Mit aufrechtem Gang und klarem Blick signalisieren Sie Stärke, Selbstsicherheit und werden seltener angegriffen. Lautstarke Äußerungen und Aggressivität wirken abschreckend. Den ein- oder anderen Angreifer kann dies jedoch, vor allem beim vorherigen Konsum von Rauschmitteln, zu heftigeren Reaktionen verleiten.

Hören Sie auf Ihre weibliche Intuition

Ein gesundes Maß an Misstrauen kann Leben retten. Niemand ist Ihnen böse, wenn Sie Fremden auf Anfrage nicht direkt in deren Haus folgen und anhaltenden Autos zur Seite weichen. Meiden Sie Gegenden, in denen Sie sich unwohl fühlen. Achten Sie bevorzugt auf die Körpersprache und den Blick Ihres Gegenübers, meist wirkt dessen Gestik und Mimik recht unruhig und widersprüchlich.

Nutzen Sie Ihre Umgebung

Die Bodenbeschaffenheit kann dienlich sein, um den Täter zu verwirren und bestenfalls dessen Blick zu entschärfen. Sand, Erde, Steinchen, Kies bei Bodenkontakt bestenfalls mit beiden Händen greifen und auf den Kopf zielen. Sind Häuserblocks in näherer Umgebung, dann schreien Sie „Hilfe“ oder „Feuer“. Dichtes Gebüsch können Sie als vorübergehende Versteckmöglichkeit nutzen.

Tritt in die Genitalien

Bei den Selbstverteidigungstipps für Frauen gilt diese Maßnahme als besonders hilfreich. Haben Sie keine Bedenken – treten Sie zu! Sie verschaffen sich dadurch nützliche Sekunden, um die Flucht ergreifen zu können.

Besuch von Selbstverteidigungskursen

straßenkampfDiese sind besonders empfehlenswert, um Selbstvertrauen aufzubauen und durch Übungen sicherer im Umsetzen erlernter Techniken zu werden. Unabhängig von Alter und Geschlecht sind besonders „Krav Maga“ und „Wing Chun“ zur Selbstverteidigung geeignet.

Einsatz von Pfefferspray

Bevor Sie dies anwenden, sollten Sie sich umfassend über dessen Gebrauch informieren, um in der Not effektiv zu handeln und sich nicht selbst zu schaden. Pfefferspray oder Pfeffergel wird grundsätzlich zur Tierabwehr eingesetzt, kann jedoch auch als Selbstverteidigung bei sonstigen Angriffen nützen. Es verursacht ein Brennen in Augen, Atemwegen und Haut und sollte vor allem bei starkem Wind mit Bedacht verwendet werden, um dem Sprühnebel nicht selbst zu erliegen. Weiterhin ist Ihre Zielgenauigkeit entscheidend.

Weitere Hilfsmittel

Diese Selbstverteidigungstipps für Frauen sollten nur zum Einsatz kommen, wenn Sie mit den Hilfsmitteln auch selbst gut umgehen können und gezielt wissen, welchen Nutzen Sie aus jedem Gegenstand ziehen können. Es kann immer passieren, dass der Angreifer Ihre Waffe an sich nimmt und sie gegen Sie verwendet. Dies gilt insbesondere für Messer, Pistolen und das eben erwähnte Pfefferspray. Das Tragen von Schuhen mit hohen, dünnen Absätzen verstärkt den Effekt eines erforderlichen Fußtritts. Ihr Handy können Sie mit einer Alarmfunktion versehen oder Schüsse imitieren. Ein vorgetäuschtes Telefonat hält den Angreifer vor seiner beabsichtigten Tat ebenfalls auf Abstand. Weiterhin dienen Regenschirm, Schlüssel und Deo-Spray als weitere bewährte Hilfsmittel für Ihre Notwehr. Sollten Sie einen Hund besitzen und sich in akuter Lebensgefahr befinden, lohnt sich das Erteilen eines eingeübten Kommandos.

Fazit

Mithilfe der oben genannten Selbstverteidigungstipps für Frauen können Sie sich effektiv zur Wehr setzen. Für welche Methoden Sie sich entscheiden, liegt gänzlich in Ihrem persönlichen Ermessen. Bedenken Sie stets: Jede Aktion sollte darauf ausgerichtet sein, eine Möglichkeit zur schnellen Flucht zu schaffen!