Waffen allgemein

Waffenschein in Deutschland – wie bekommt man ihn?

Immer mehr Deutsche bewaffnen sich: Die Nachfrage nach einem Waffenschein ist in Deutschland in den vergangenen Jahren sprunghaft angestiegen. Doch das deutsche Waffengesetz gilt als eines der strengsten weltweit – wie bekommt man also einen Waffenschein?

Unterschied großer und kleiner Waffenschein

Hierzulande wird zwischen dem großen und dem kleinen Schein unterschieden. Ein kleiner Waffenschein erlaubt es, Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen mit sich zu führen – im Notfall darf man diese einsetzen, um sich selbst oder andere zu verteidigen. Der große Waffenschein hingegen ist die Voraussetzung, um scharfe Schusswaffen, Luftdruck- und Federwaffen sowie CO2-Waffen führen zu dürfen.

Voraussetzungen für einen Waffenschein in Deutschland

Die Voraussetzungen für einen Waffenschein unterscheiden sich teils erheblich. Zunächst gilt jedoch für den einen wie den anderen Schein: Um legal eine Waffe besitzen und führen zu dürfen, muss man volljährig sein und mit einem Führungszeugnis nachweisen, dass man keine Vorstrafen hat – ausgenommen sind hier geringe Geld-, Jugend- und Freiheitsstrafen. Auch darf der Antragsteller nicht alkohol- oder drogenabhängig, psychisch krank oder Mitglied in einer verbotenen oder verfassungswidrigen Organisation sein. Außerdem muss sowohl beim großen als auch beim kleinen Schein nachgewiesen werden, dass die Waffe sicher und fachgerecht aufbewahrt wird, zum Beispiel in einem Tresor oder Waffenschrank.

Der große Waffenschein

Ein großer Waffenschein wird hingegen nur selten an Privatpersonen ausgegeben, denn es kommen weitere und strengere Voraussetzungen hinzu. Wer den Schein haben will muss etwa durch eine Prüfung beweisen, dass er sachkundig genug für das Tragen der Waffe ist. Als Nachweis wird zum Beispiel die Jägerprüfung anerkannt. Schwieriger ist hingegen, als Privatperson den Nachweis eines „Bedürfnisses zum Führen einer Waffe“ zu erbringen: Das trifft beispielsweise dann zu, wenn man besonders gefährdet ist – und sich mit der Waffe vor Angriffen schützen muss. Es muss jedoch nachweisbar sein, dass das Leben des Antragstellers mehr als das der restlichen Bürger gefährdet ist. Ein Angstgefühl oder der Wunsch, das eigene Eigentum zu schützen, reicht hier nicht aus. Zudem muss eine Haftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von mindestens einer Million Euro nachgewiesen werden.

Aber Vorsicht: Selbst wenn man einen entsprechenden Schein hat, dürfen Waffen nicht immer und überall getragen werden. Bei öffentlichen Veranstaltungen wie Konzerten, im Kino oder im Fußballstadion hat eine Schreckschusspistole laut deutschem Gesetz nichts zu suchen. Beim großen Schein dürfen die Waffen in der Regel nur zweck- und ortsgebunden genutzt werden: So darf etwa ein Jäger sein Gewehr lediglich bei der Jagd oder bei Schießübungen verwenden.

Was kostet ein Waffenschein?

Die Kosten für einen Waffenschein sind nicht hoch. Einen kleinen Waffenschein in Deutschland zu erwerben kostet rund 50 Euro, der große Schein schlägt mit 200 Euro etwas mehr zu Buche. Jedoch sollte nicht vergessen werden, dass je nach Art des Scheins noch Kosten für die bereits erwähnte Haftpflichtversicherung, die Sachkundeprüfung und die sichere Aufbewahrung der Waffe hinzukommen.

Was ist eine Waffenbesitzkarte?

Anders hingegen verhält es sich mit der Waffenbesitzkarte. Der Name weist bereits auf den größten Unterschied zum Waffenschein hin: Sie erlaubt lediglich den Besitz, nicht aber das Führen einer Schusswaffe. Sie wird meist von Jägern, Waffensammlern und Sportschützen beantragt. Doch auch wer Waffen erben möchte, muss im Besitz der Karte sein. Auch bei der Ausgabe von Waffenbesitzkarten wird genau darauf geachtet, dass der Antragsteller die Voraussetzungen erfüllt. Diese sind in etwa vergleichbar mit denen des großen Waffenscheins. Wie hoch die Kosten sind, kommt auf die genaue Art der Waffenbesitzkarte an. Es sollte mit einem Betrag zwischen 35 und 80 Euro gerechnet werden, hinzu kommt die Gebühr in Höhe von 30 Euro für die Eignungsprüfung.

Wo beantragt man Waffenschein und Waffenbesitzkarte?

Wer einen großen oder kleinen Waffenschein beantragen oder eine Waffenbesitzkarte erhalten will, muss sich an die zuständige Ordnungsbehörde der Stadt- oder Landkreisverwaltung wenden. Die benötigten Antragsformulare kann man sich entweder bei der Behörde geben lassen oder auf der Homepage der jeweiligen Verwaltung herunterladen. Hat man alle nötigen Anträge, Unterlagen und Nachweise beisammen und eingereicht heißt es warten: Nun wird geprüft, ob die Voraussetzungen erfüllt sind.

Alternativwaffen ohne Waffenschein

Alternativ gibt es jedoch auch Waffen, für die man überhaupt keine Erlaubnis braucht. Dazu gehören unter anderem kleine Dolche, Säbel, Pfefferspray (zur Tierabwehr) einhändige Taschenmesser oder Elektroschocker mit Prüfzeichen.

 

Discaimer: Achtung – dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar, sondern gibt nur unseren aktuellen Wissensstand wieder. Im Zweifel sollte immer ein Anwalt konsultiert werden.

SALT Pistole – ein neuer Trend aus den USA

Ein junges Startup aus den USA namens Salt Supply Co. sorgt seit derzeit für eine besondere Innovation für die Selbstverteidigung. Gestützt durch Crowdfunding hat das Unternehmen eine Salz Pistole entwickelt. Sie setzt Angreifer gezielt mit einer Wolke von aggressivem Salzpulver außer Gefecht. Damit wirkt die Pistole ähnlich wie Pfefferspray. Die neue Selbstverteidigungspistole hat demgegenüber jedoch noch eine Reihe von Vorteilen in der Selbstverteidigung vorzuweisen.

Was leistet eine Salt Pistole für die Selbstverteidigung?

Die Pistole wird mit Kugeln aus Salzpulver beladen. Sie gehen am Ziel zu einem Pulver auf, das für eine stark reizende Wolke aus Salz sorgt. Die Kugeln können zu diesem Zweck sowohl direkt wie auch auf Distanz verschossen werden. Im Vergleich zu anderer Munition können diese Kugeln den Angreifer jedoch nicht töten und auch nicht schlimmer verletzen. Sie dienen lediglich der Selbstverteidigung. Diesen Zweck erfüllen sie jedoch überaus effizient. Besser noch als jedes Pfefferspray macht die Wolke den Angreifer kampfunfähig und das mit einer durchaus langen Wirkung. Für eine gute halbe Stunde können Angreifer mit der Salzwolke außer Gefecht gesetzt werden.

Wie die Salz Pistole aus den USA die Selbstverteidigung verbessert

Die von dem Unternehmen entwickelte Salz Waffe verfolgt einen doppelten Zweck. Das Startup wollte einerseits die Rate an Schussverletzungen reduzieren und gleichzeitig die Möglichkeiten für die Selbstverteidigung verbessern. Die Pulverwolken unterstützen dies effizient. Erstens ist für ihre Nutzung keine besonders hohe Treffsicherheit und geübter Umgang mit der Waffe notwendig. Im Gegensatz zum Pfefferspray hat die Wolke eine höhere Wirkungsrate. Wer sich unvorhergesehen einer Angriffssituation ausgesetzt sieht, kann sich damit auch ohne exakte Treffsicherheit verteidigen. Schließlich bietet die Salzpistole einen weiteren Vorteil. Falls Sie im Ernstfall entwendet wird, ist damit keine Tötung möglich. Das Pulver zielt ganz allein darauf ab, Angriffe zu vereiteln. Bei der Verwendung macht das Gerät übrigens weder Lärm, noch übt es eine Rückstoßkraft auf den Nutzer aus. Gegenüber anderen Produkten sind dies zwei weitere wichtige Vorteile.

Nutzen Sie die Salt Pistole in Deutschland für Ihre Verteidigung

In den USA hat das Gerät bereits in vielen Situationen den Gebrauch von Schusswaffen ersetzt. Das ist in dem Fall nicht nur ein angenehmer Nebeneffekt. Es ist das erklärte Ziel der Erfindung. Verbraucher können die Salt Pistole kaufen und sich auch Zugang zu entsprechenden Patronen verschaffen. Durch die Nutzung des Geräts wird die Selbstverteidigung in einem hohen Maß verbessert. Wenn Sie Ihren eigenen Schutz durch die innovative Entwicklung aus Chicago verbessern möchten, können Sie sich ein entsprechendes Gerät verschaffen. Im Gegensatz zu den USA ist in Deutschland für den Besitz einer Luftpistole allerdings nach wie vor ein Waffenschein von Nöten.

Fazit

Sowohl gegenüber anderen Luftpistolen einerseits und Pfefferspray hat die Salt Pistole eine ganze Reihe von Pluspunkten aufzuweisen. Das Gerät ist gezielt auf Verteidigungszwecke ausgerichtet, für die es sich besonders wirkungsvoll einsetzen lässt. Wenn Sie ein entsprechendes Produkt erwerben möchten, müssen Sie es derzeit allerdings noch von einem anderen Markt beziehen. Innerhalb Deutschlands ist die Salt Pistole derzeit jedenfalls noch nicht erhältlich.

Hier empfiehlt es sich daher auf vergleichbare, in Deutschland verfügbare Pfefferspray-Pistolen zurück zugreifen, welche ohne Waffenschein erhältlich ist.

Wo kann man Pfefferspray kaufen?

Warum sollte man Pfefferspray kaufen?

Diese Frage hat sich sicherlich schon ein jeder von Ihnen gestellt, denn Pfefferspray gehört mittlerweile ein beliebtes Mittel zur Selbstverteidigung geworden. Sie als Frau oder auch die Herren der Schöpfung sollten Pfefferspray immer bei sich haben. Natürlich ist Pfefferspray nur in besonderen Notsituationen einzuwenden. Das kann sein, dass Sie von einem Tier oder auch von Menschen angegriffen werden. Wir alles wissen, wir leben in einer nicht gewaltlosen Zeit, deshalb sind Sie schlau und kaufen Sie zu Ihrer eigenen Verteidigung ein Pfefferspray.

Wo kann man Pfefferspray kaufen?

 Diese Frage ist relativ einfach zu beantworten, wenn Sie sich erst einmal mit dem Thema beschäftigt haben. Sicherlich wollen Sie auch wissen, was Sie beim Kauf zu beachten haben.
Sie machen sich nicht strafbar, wenn sie das Pfefferspray in Deutschland kaufen, nur hier ist die notwendige Kennzeichnung auf den Dosen enthalten. Diese muss klarstellen, dass es nur als Tierabwehrspray hergestellt ist. So fällt es nicht unter das Waffenschutzgesetz und Sie sind bei Benutzung immer auf der sicheren Seite. Ohne diese spezielle Kennzeichnung machen Sie sich bei Benutzung strafbar. Also kaufen Sie dieses Abwehrspray immer nur in Deutschland. Dabei ist es gleich, ob sie es online oder in entsprechenden Waffengeschäften kaufen.

Pfefferspray bei Amazon kaufen

Ein Online Kauf bei Amazon ist immer empfehlenswert. Einfach und schnell können Sie hier für Ihre persönliche Sicherheit sorgen, denn wir alle wissen, Angriffe und Belästigungen nehmen leider in unserer Gesellschaft zu. Bei Amazon gibt es Pfefferspray in den unterschiedlichsten Ausführungen begleitet von ausführlichen Anwendungsbeschreibungen. Preislich sind sie für ein jeden erschwinglich. Es gibt sogar ein vier Funktonen Spray, welches zusätzlich Alarm, Blaulicht und Abwehrschlagfunktion besitzt. Hier ist Amazon auch wieder Spitzeneiter in Bezug auf Kauf und Beratung.

Pfefferspray bei DM

Möchten Sie das Pfefferspray lieber in einem Geschäft kaufen, dann ist ein dm-Markt empfehlenswert. Als Tierabwehrspray steht es im Regal neben Duschgel & Co. Dabei führt dm das Pfefferspray KO-Fog von Ballistol. Viele Kunden von dm sind froh neben ihrem normalen Einkauf gleich das KO Spray zu erhalten, auch wenn es – pflichtgemäß – als Tierabwehrspray „getarnt“ ist.
Dies führte im Jahr 2017 auch zu medialem Ärger als eine Düsseldorfer dm-Filiale das Spray als Karnevalsbedarf führte.
Beim Kauf sollte man allerdings bedenken, dass die Auswahl hier natürlich sehr begrenzt ist. Zudem ist ein Abwehrspray mehr oder weniger eine einmalige Anschaffung und muss nicht bei jedem Einkauf in den Wagen gepackt werden. Im Notfall sollte es dann aber auch sicher funktionieren und gut wirken. Daher sollte sich jeder individuell die Frage stellen, ob man bei solch einer Anschaffung nicht lieber 20 EUR mehr investiert.

Gibt es Pfefferspray bei Rossmann?

Auch wenn man hin und wieder in Sozialen Medien oder in Foren liest, dass es bei Rossmann Pfefferspray gibt, können wir dies nicht bestätigen.
Uns ist kein Fall bekannt, bei welchem man in einer Rossmann-Filiale Pfefferspray kaufen kann.

Pfefferspray bei real

Auch in den Supermärkten von real findet man im Jahr 2018 Pfefferspray in den Regalen. Genau wie dm führt auch real das KO-Pfefferspray von Ballistol im Sortiment.

Allerdings ist natürlich auch hier die Auswahl sehr begrenzt.

 

Welches Pfefferspray ist nun empfehlenswert?

 Das Angebot gerade bei Amazon* ist umfangreich und für jeden Bedarf etwas dabei. Aber es sind immer unterschiedliche Hersteller, beachten Sie bei Ihrer Bestellung dies bitte, denn Sie wollen Ihr Abwehrspray ja schon am nächsten Tag in den Händen halten.
Eine ausführliche Auswahl an Pfeffersprays finden Sie natürlich bei http://pfefferspray-test.com

Fazit

Wir alle wissen, dass es auf unseren Straßen und Plätzen nicht mehr so sicher ist wie noch vor einigen Jahren. Gewalt ist fast an der Tagesordnung und die Menschen sind verunsichert. Was sollen sie tun. Da ist der Einsatz von Pfefferspray die einfachste Variante. Sie fühlen sich sicher mit dem kleinen Sprühgerät in der Jackentasche, ein Griff genügt und Sie können Ihren Angreifer abwehren. Es ist ein offiziell legales Selbstverteidigungsmittel.
Nachweisbar ist es am effektivsten, wenn Sie das Pfefferspray online erwerben. Schnell und sicher wird es Ihnen schon nach 1 – 2 Tagen nach Hause geliefert. Sind Sie vor dem Schaden klug und denken Sie an sich und Ihre eigene Sicherheit,

Elektroschocker: Legal kaufen oder lieber meiden?

Immer mehr Artikel aus den Medien berichten heute über den Einsatz von elektronischen Verteidigungswaffen als Verteidigungsmittel. Um sich sicherer zu fühlen greift offenbar gegenwärtig eine steigende Zahl von Menschen zur Elektroimpulswaffe. Für den normalen Verbraucher stellt sich da zunächst die Frage: Sind Elektroschocker legal? Wer kauft sich sowas und inwiefern eignen sie sich wirklich zur Verteidigung?

Sind Elektroschocker erlaubt? Welche dürfen Sie in Deutschland nutzen?

Je nachdem, wie ein Elektroimpulsgerät gebaut ist, kann es ganz unterschiedliche Auswirkungen haben. Wie gestaltet sich die Elektroschocker Wirkung nun konkret? Im leichtesten Fall setzt die Waffe einen Menschen durch einen kurzen Stromstoß außer Gefecht und ist gesundheitlich unbedenklich. Im schlimmsten Fall kann die Stärke der Stromstöße erhebliche gesundheitliche Folgen haben und mit schlimmen Schmerzen verbunden sein.

Dass die Gesetzeslage in Bezug auf die Geräte in Deutschland vergleichsweise restriktiv gefasst ist, hat seinen Grund: Ein Gerät mit erheblicher Leistung könnte nicht nur zu starker Körperverletzung führen, es ist auch ein Instrument, das in anderen Ländern zur Folter genutzt wird. Geräte, die Strom auch über Distanz übertragen können (Distanzgeräte), sind grundsätzlich verboten. Bei Geräten wiederum, bei denen es dazu einen direkten Kontakt am Körper braucht (Kontaktgeräte), sind diese nur bis zu einer bestimmten Stärke erlaubt. Wenn man eines der letzteren, speziell zertifizierten (PTB zertifiziert), Geräte besitzt, darf man dieses mit sich führen und sich damit verteidigen.

Wie funktioniert die Verteidigung mit dem Gerät?

Die Kontaktgeräte senden kleine Stromstöße aus. Wird das Gerät an den Körper gehalten, so überträgt es diese und das hat seine Wirkung. Die Muskeln im Körper ziehen sich zusammen, so dass der betroffene Mensch für einen kurzen Zeitpunkt außer Gefecht gesetzt wird. Dieser kurze Moment kann einen besonderen Überraschungseffekt haben. Als Verteidigungswaffe eingesetzt dient dieser Moment der attackierten Person dann dazu, die Flucht zu ergreifen oder sich aus dem Griff des Angreifers zu lösen. Dass dessen Muskeln für einen kurzen Moment nicht funktionsfähig sind, gibt einem dazu die Gelegenheit.

Kontaktgeräte können im Fachhandel für Security erworben oder auch im Internet eingekauft werden. Wer seinen Elektroschocker nicht im Fachhandel einkauft, sollte auf eine entsprechende Zertifizierung achten. Mit der Nutzung nicht zugelassener Geräte umgeht man ansonsten die geltende Gesetzeslage. Das hat die Konsequenz, dass man auch die Folgen zu tragen hat und dabei nicht einmal weiß, wie gefährlich das erworbene Gerät wirklich sein könnte. Auch Internetanbieter wie Amazon bieten entsprechend zertifizierte Produkte, deren Kauf und Nutzung offiziell erlaubt ist.

Ein grauer Markt versorgt Bürger mit nicht zugelassenen Elektroschockern

Die nicht erlaubten Distanzgeräte kursieren aber ebenfalls bereits in Deutschland. Sie werden zum Teil von unbedarften Nutzern im Internet erworben aber kommen auch auf anderen Wegen ins Land. Aus Ländern, in denen ihr Verkauf erlaubt ist, beliefern zwielichtige Firmen den deutschen Markt mit Distanzgeräten. Damit diese bei Kontrollen des Transports oder der Nutzer nicht auffallen, sind die Distanz-Elektroschocker (Taser) nicht selten auf spezielle Weise umgebaut. Viele der Hersteller gestalten Distanzgeräte in Form eines anderen Produkts.

So wurden beispielsweise bereits Distanzschocker gefunden, die auf den ersten Blick wie eine ganz normale Taschenlampe aussehen oder die Gestalt eines anderen Alltagsgegenstands haben. Das bedeutet, dass eine gefährliche Waffe als Alltagsgegenstand getarnt und mitgeführt wird. Das verstößt gegen das Gesetz. Dazu kommt, dass die aufgefundenen Geräte die erlaubte Voltzahl um ein Vielfaches überschritten. Von der Waffe geht dann eine ungewisse Wirkung aus.

Eignet sich ein Elektroschockgerät gut zur Verteidigung?

Im Alltagsverstand der meisten Menschen werden die Geräte mit einem tollen Überraschungseffekt verbunden. Viele Menschen halten sie deshalb für die ideale Verteidigungswaffe. Was aber in Film- und Fernsehen funktioniert, kann auf der Straße auch nach hinten losgehen. Bei den erlaubten Geräten wird der Getroffene nach kurzer Zeit wieder handlungsfähig. Und auch wer nicht schnell genug einen Kontakt des Geräts mit dem Körper herstellt, riskiert doch so einiges. Das Gerät kann von Angreifern aus den Händen des Verteidigers entrissen werden. Das kann am Ende dazu führen, dass die Waffe gegen einen selbst eingesetzt wird.

Und selbst wer wiederum mit einem gefährlichen Schockergerät „erfolgreicher“ agiert, riskiert eine Körperverletzung mit ganz ungewisser Höhe. Und dies mit einer Waffe, die unter Umständen nicht einmal zugelassen ist. Möglicherweise gibt es also im richtigen Leben doch bessere und effektivere Mittel zur Verteidigung als die Elektroschocker. Das Pfefferspray ist beispielsweise so eine. Nach wie vor ist diese Variante effektiv. Und im Ernstfall kann Sie den Angreifer sogar länger außer Gefecht setzen als ein Kontaktschocker. Mit eingeschränktem Augenlicht ist der Angreifer eingeschränkt und in vielen Fällen bereits handlungsunfähig oder auf seine eigene Flucht fixiert. Gegenüber dem Elektroschocker scheint das Pfefferspray im praktischen Leben der meisten Verbraucher eine weit bessere Alternative für den Verteidigungsnotfall zu sein.

 

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CS Gas oder Pfefferspray: Welches Produkt wirkt besser?

In der heutigen unsicheren Zeit stellt sich für viele die Frage nach der richtigen Abwehrmethode. Immer wieder steht dabei die Diskussion zwischen CS Gas oder Pfefferspray im Vordergrund. Fest steht, beide Mittel besitzen eine effektive Möglichkeit, potenzielle Angreifer in die Flucht zu schlagen. Dennoch besitzen beide Produkte entscheidende Merkmale, die sich voneinander unterscheiden. In diesem Ratgeber wird daher auf Pfefferspray vs CS Gas näher eingegangen.

Was ist CS Gas und wie wirkt es?

CS Gas kennen Sie sicher aus vielen Krimiserien und auch in den Medien wird immer öfter über dieses Mitteln berichtet. Doch um was handelt es sich bei diesem Produkt wirklich. Chlorbenzyliden-Malonsäuredinitril nennt sich der Wirkstoff, oder auch kurz CS, der in diesem Mittel eingesetzt wird, um Angreifer in kürzester Zeit außer Gefecht zusetzen. Dabei gilt das Gas nicht als unumstritten. Viele Fälle sind bereits bekannt, in denen Personen oder Tiere gegen das Gas regelrecht immun sind. Zwar ist dies eher eine seltene Ausnahme, dennoch wurde der Effekt beobachtet. Weiterhin hat die chemische Zusammensetzung schädliche Nebeneffekte. Vor allem Unbeteiligte können unter den Folgen von CS Gas auch nach der Anwendung leiden.

Die Nebeneffekte des CS Gases

Berichten zufolge, kann das Gas auch Wochen später noch für unerwünschte Nebenwirkungen sorgen. So sind Fälle bekannt, in denen Betroffene von Atemwegserkrankungen, Hustenreizen oder gar Hautreizungen bis hin zu Exzemen sprechen. Dieser Effekt führt zudem dazu, dass selbst die Polizei inzwischen dieses Mittel nur selten einsetzt. In geringer Dosis wird es zwar immer noch in einigen Wasserwerfern als Bestandteil verwendet, empfohlen wird jedoch der Einsatz von Pfefferspray. Doch was steckt eigentlich im Pfefferspray, dem Alternativ-Abwehrmittel?

Was sind die Bestandteile des Pfeffersprays und wie wirkt es?

Viele stellen sich die Frage, ob Pfefferspray oder CS Gas im Falle eines Angriffs oder einer Bedrohung zum Einsatz kommen soll. Dabei sollte beachtet werden, dass letzteres über chemische Komponenten in seinen Inhaltsstoffen verfügt, das Pfefferspray jedoch natürliche Abwehrmittel besitzt, die weniger schwerwiegende Begleiterscheinungen besitzen. Wer also nach einer Alternative zum CS Spray sucht, sollte sich das Pfefferspray einmal genauer anschauen.

Natürliche aber effektive Inhaltsstoffe im Pfefferspray

Die Inhaltsstoffe im Pfefferspray basieren auf Pfefferschoten. Oleoresin Capsicum, so nennt sich der entscheidende Bestandteil, wirkt vollkommen natürlich und setzt den Angreifer binnen Sekunden außer Gefecht. Dieser natürliche Wirkstoff wird auch als OC zusammengefasst und findet daher auf den Verpackungen des Pfeffersprays einen entsprechenden Vermerk. Im Gegensatz zum CS Spray besitzt das Pfefferspray keine chemischen Bestandteile, die für langanhaltende Nebenwirkungen sorgen, nach einmaliger Anwendung jedoch effektiv überzeugen.

Pfefferspray oder CS Gas – das Fazit:

Ganz gleich in welcher Form das Pfefferspray zum Einsatz kommt, der Schärfe der Pfefferschoten kann sich kein Angreifer entziehen. Für einen kurzen Moment kann dafür gewährleistet werden, dass ein tatsächlicher Abwehreffekt zustande kommt, der ohne nachhaltige Nebeneffekte wirkt. Im Gegensatz zum CS Spray, dass zum Teil schwerwiegende Folgeerscheinungen besitzt und bei unsachgemäßer Anwendung auch das opfer beeinträchtigt, erweist sich das Pfefferspray als wirksame und natürliche Lösung. Daher kann im Fall Pfefferspray vs CS Gas ganz klar argumentiert werden, dass das Pfefferspray die bessere Lösung darstellt. CS Gas oder Pfefferspray gehören jedoch nicht in die Hände von Kindern und sollten daher nur im Falle einer Bedrohung sinnvoll verwendet werden.

Ist Pfefferspray legal?

Der Anstieg der Kriminalität in den letzten Jahren hat dazu geführt, dass Menschen aus Angst und zu ihrer eigenen Sicherheit Pfefferspray mit sich führen oder über den Kauf von solchen Sprays nachdenken. Doch wie sieht die rechtliche Lage diesbezüglich aus? Gibt es Pfefferspray frei zu kaufen? Und: darf man es im Notfall auch gegen andere Menschen einsetzen? Diese Fragen werden im folgenden Text beantwortet.

Pfefferspray oder CS-Gas – ein wichtiger Unterschied

Bei dem Kauf bzw. bei der Verwendung von Pfefferspray muss zunächst einmal zwischen CS-Gas und dem „gewöhnlichen“ Pfefferspray unterschieden werden. Bei Pfefferspray handelt es sich um ein Spray, dass ausschließlich aus Chili-Pfeffer besteht. Es verfügt über kein Prüfsiegel und es darf in Deutschland offiziell nur gegen Tiere eingesetzt werden. Ein Einsatz gegen Menschen ist erst einmal nicht erlaubt. Dieses Pfefferspray kann im Handel ganz normal und ohne Altersbeschränkung gekauft werden. Es ist auch kein Waffenschein oder eine Genehmigung erforderlich.

Anders sieht das jedoch bei dem sogenannten CS-Gas aus. Dieses ist ausdrücklich für den Einsatz gegen Menschen zugelassen. CS-Gas muss über ein PTB-Prüfzeichen verfügen, um in Deutschland zugelassen zu sein. Ist dieses Zeichen nicht vorhanden, dann handelt es sich bei dem CS-Gas um eine verbotene Waffe. CS-Gas mit PTB-Prüfsiegel kann in speziellen Fach- und Waffengeschäften gekauft werden. Ein Mindestalter von 14 Jahren ist hier jedoch vorgeschrieben. Auch für CS-Gas wird darüber hinaus jedoch weder eine Genehmigung noch ein Waffenschein benötigt.

Ist der Einsatz von Pfefferspray legal?

Die Frage ob der Einsatz von Pfefferspray erlaubt ist oder nicht, ist abhängig von der Situation. Der Gesetzgeber sieht im Rahmen der Notwehr sowie der Nothilfe ganz klar vor, dass sich eine betroffende Person „in angemessener Weise“ mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigen darf. Das kann ein Ast, ein Baseballschläger oder eben auch ein Pfefferspray sein. Im Rahmen der Nothilfe wie auch bei der Notwehr spielt es dabei keine Rolle, ob es sich um CS-Gas handelt oder ob das für die Tierabwehr vorgesehene Pfefferspray verwendet wird. Beide Arten des Pfefferspray sind legal.

Schwierig ist jedoch häufig einzuschätzen, ob der Einsatz von Pfefferspray sowie die eingesetzte Menge angemessen ist. Fühlen sich Personen bedroht, dann können sie die Lage häufig nur schwer einschätzen. Hinzu kommt außerdem, dass Gefahr häufig subjektiv wahrgenommen wird und nicht immer auch der tatsächlichen Situation entspricht. In diesen Fällen besteht die Gefahr der exzessiven oder ungerechtfertigten Notwehr. In diesem Fall wäre der Einsatz von Pfefferspray verboten. Der Anwender könnte sich sogar strafbar machen.

Egal ob Notwehr oder nicht, eine Sache muss in jedem Fall immer klar sein: wird Pfefferspray gegen einen anderen Menschen eingesetzt, handelt es sich erst einmal immer um eine gefährliche Körperverletzung (eine Körperverletzung unter Einsatz einer Waffe). Lediglich die Frage ob ein rechtfertigender Notstand oder eine Situation der Notwehr vorlag, entscheidet darüber ob das Pfefferspray verboten oder ob das Pfefferspray erlaubt ist.

Unter welchen Bedingungen ist der Einsatz von Pfefferspray erlaubt?

In Deutschland ist der Einsatz von Pfefferspray legal, wenn ein rechtfertigender Notstand oder eine Notwehrsituation vorliegt. Das bedeutet, dass eine aktuelle Gefahr für Leib und Leben entweder für einen selbst (Notwehr) oder für jemand anderen (rechtfertigender Notstand) vorhanden sein muss. Ein häufiger Irrtum ist hier, dass es notwendig ist zu warten, bis ein Angriff erfolgt ist. Der Wille reicht in diesem Fall bereits völlig aus. Ist dieser sicher und zuverlässig zu erkennen, darf das Pfefferspray legal verwendet werden. Damit der Einsatz von Pfefferspray erlaubt ist, muss es aber auch im Verhältnis zum Angriff bzw. zu der Tat stehen. Das heißt, wird eine Person verbal angegriffen, ist der Einsatz von Pfefferspray verboten. Folgt auf den verbalen Angriff jedoch auch ein körperlicher Angriff oder ist dieser vorherzusehen, dann darf das Spray verwendet werden.

Generell gilt es hier jedoch von Fall zu Fall zu unterscheiden. Wird eine Frau allein auf der Straße angegriffen und setzt das CS-Gas zur Selbstverteidigung gegen einen Angreifer ein, dann sieht die Situation anders aus, als wie wenn ein männlicher Bodybuilder mit einer Größe von knapp zwei Metern von einer einzelnen Person angegriffen wird. Häufig lässt sich der Sachverhalt darüber hinaus im Nachhinein nicht mehr klar feststellen und es steht Aussage gegen Aussage. In den meisten Fällen kommt es in diesen Situationen jedoch gar nicht erst zur Anklage. Kommt es zu einem Verfahren, dann ist in den meisten Fällen auch bei einem Notwehrexzess mit einem Freispruch zu rechnen. Die Richter rechnen dem Opfer in diesem Fall häufig an, dass es unter Stress stand, die Situation nicht richtig eingeschätzt hat, und das der Täter mit einem solchen Risiko rechnen musste, als er den Angriff beging. Lediglich bei groben Fällen von exzessiver Notwehr oder in Situationen, in denen keine Notsituation vorgelegen hat, ist bei dem Einsatz von Pfefferspray mit einer Verurteilung zu rechnen.

Der Einsatz von Pfefferspray gegen Tiere

Für den Einsatz von Pfefferspray gegen Tier gelten die selben Voraussetzungen wie bei dem Einsatz gegen Menschen. Auch hier muss eine Notlage vorliegen, die die Anwendung rechtfertigt. Dabei ist es auch hier nicht ausreichend, wenn der Hund bellt oder auf den Angreifer zugelaufen kommt. Vielmehr muss die Absicht eines Angriffs gerechtfertigt sein. Außerdem gibt es die Gefahr, dass bei dem Einsatz auch der Führer bzw. Besitzer des Hundes von dem Spray getroffen wird. Bei dem Einsatz von Pfefferspray gegen Tiere ist daher besondere Vorsicht geboten.

Wann ist der Einsatz von Pfefferspray verboten?

Ungeachtet der oben genannten Punkte gibt es Situationen, in denen der Einsatz von Pfefferspray generell nicht erlaubt ist. Solche Situationen sind zum Beispiel Demonstrationen. Hier ist das CS-Gas – auch zur Selbstverteidigung – nicht erlaubt und sollte lieber zu hause bleiben. Darüber hinaus können Veranstalter von großen Events das Mitführen der Sprays – zumindest innerhalb ihrer Einrichtungen – verbieten. Das ist zum Beispiel bei Fußballspielen der Fall: in Stadien ist Pfefferspray – wie im übrigen auch jede andere Waffe – nicht erlaubt.

Nachbarländer – die Rechtslage in Österreich und in der Schweiz

In Österreich fällt Pfefferspray im Gegensatz zu Deutschland unter das Waffengesetz. Wie in der Bundesrepublik sind jedoch sowohl der Kauf als auch das Besitz und das Mitführen von Pfefferspray erlaubt. Hier gibt es jedoch keine Kennzeichnungspflicht für Tier-Pfefferspray, auch wenn Diese meist dennoch vorhanden ist. Anders als in Deutschland ist in Österreich jedoch ein Mindestalter von 18 Jahren erforderlich. Bestellungen aus Österreich in deutschen Online-Shops ist für gewöhnlich ohne Probleme möglich. Auf der anderen Seite ist der Verkauf von manchen Produkten, wie zum Beispiel die Pfefferspray Pistolen die in dem Nachbarland ebenfalls legal, nach Deutschland über das Internet verboten.

Die Rechtslage in der Schweiz ist ähnlich. Hier fällt das Pfefferspray wie in Deutschland nicht unter das Waffengesetz. Der Verkauf sowie das Mitführen von Pfefferspray ist legal möglich. Wie in Österreich ist der Besitz bzw. die Verwendung oder das Führen von Pfefferspray jedoch verboten, wenn die betreffende Person unter 18 Jahre alt ist. Darüber hinaus muss der Verkäufer bei dem Kauf über das Spray, seine Wirkung sowie Schutzfuktionen aufklären. Beim Kauf über das Internet erfolgt eine Altersüberprüfung.

Fazit

Der Einsatz von Pfefferspray und CS-Gas stellt generell eine gefährliche Körperverletzung dar. Dennoch darf das Spray im Rahmen der Notwehr oder der Nothilfe zur Selbstverteidigung oder zum Schutz von anderen Menschen verwendet werden. Dabei muss der Einsatz jedoch gerechtfertigt sein und darf nicht übertrieben werden. Trotz dieser Gesetzeslage gibt es zudem Situationen, bei denen Pfefferspray verboten ist. Dazu gehören zum Beispiele große Veranstaltungen oder auch Demonstrationen.