Selbstverteidigungstipps für Frauen

Weltweit sind Übergriffe auf Frauen längst keine Seltenheit mehr. Die Täter bereiten sich meist präzise auf deren Angriffe vor und es kommt zu häuslicher Gewalt, frau-strasseVergewaltigungen, Diebstahl oder Belästigungen. Immer mehr Frauen nehmen diese Taten jedoch nicht hin, sondern wollen sich effektiv dagegen wehren. Sie möchten wissen, welche Maßnahmen Sie ergreifen können, um sich sicherer zu fühlen und aus der Opferrolle zu entkommen? Die folgenden Selbstverteidigungstipps für Frauen geben Ihnen hierzu ein paar hilfreiche Anregungen.

Die Rechtslage in Deutschland

Anders als in anderen Teilen der Kontinente, entfällt in Deutschland die Pflicht, zurückzuweichen. Sie dürfen sich somit unmittelbar vor und während eines Angriffs angemessen zur Wehr setzen. Direkt nach dem Angriff auf Ihre Person gilt Ihre gewählte Selbstverteidigungsmaßnahme grundsätzlich nicht mehr als Notwehr. Laut Definition beinhaltet der Begriff „Notwehr“ Verteidigung gegenüber einem gegenwärtigen, rechtswidrigen Angriff auf ein rechtlich geschütztes Gut. Hierbei handelt es sich um Leben, Eigentum, Ehre, körperliche Unversehrtheit und Freiheit. Überlegen Sie gut, ob eine Notwehr in jeder Situation lohnenswert ist. Wenn Sie sich verteidigen möchten, dann sollte dies im jeweiligen Verhältnis zur Tatabsicht stehen. Wenn Sie den Täter während eines Diebstahls Ihrer Handtasche beispielsweise drastisch verletzen oder tot schlagen, kann dies negative Konsequenzen für Sie haben.

Persönliche Sicherheit und effektive Notwehr für Frauen

Zeigen Sie sich furchtlos und selbstbewusst

Täter suchen sich Opfer aus, bei denen sie leichtes Spiel haben. Mit aufrechtem Gang und klarem Blick signalisieren Sie Stärke, Selbstsicherheit und werden seltener angegriffen. Lautstarke Äußerungen und Aggressivität wirken abschreckend. Den ein- oder anderen Angreifer kann dies jedoch, vor allem beim vorherigen Konsum von Rauschmitteln, zu heftigeren Reaktionen verleiten.

Hören Sie auf Ihre weibliche Intuition

Ein gesundes Maß an Misstrauen kann Leben retten. Niemand ist Ihnen böse, wenn Sie Fremden auf Anfrage nicht direkt in deren Haus folgen und anhaltenden Autos zur Seite weichen. Meiden Sie Gegenden, in denen Sie sich unwohl fühlen. Achten Sie bevorzugt auf die Körpersprache und den Blick Ihres Gegenübers, meist wirkt dessen Gestik und Mimik recht unruhig und widersprüchlich.

Nutzen Sie Ihre Umgebung

Die Bodenbeschaffenheit kann dienlich sein, um den Täter zu verwirren und bestenfalls dessen Blick zu entschärfen. Sand, Erde, Steinchen, Kies bei Bodenkontakt bestenfalls mit beiden Händen greifen und auf den Kopf zielen. Sind Häuserblocks in näherer Umgebung, dann schreien Sie „Hilfe“ oder „Feuer“. Dichtes Gebüsch können Sie als vorübergehende Versteckmöglichkeit nutzen.

Tritt in die Genitalien

Bei den Selbstverteidigungstipps für Frauen gilt diese Maßnahme als besonders hilfreich. Haben Sie keine Bedenken – treten Sie zu! Sie verschaffen sich dadurch nützliche Sekunden, um die Flucht ergreifen zu können.

Besuch von Selbstverteidigungskursen

straßenkampfDiese sind besonders empfehlenswert, um Selbstvertrauen aufzubauen und durch Übungen sicherer im Umsetzen erlernter Techniken zu werden. Unabhängig von Alter und Geschlecht sind besonders „Krav Maga“ und „Wing Chun“ zur Selbstverteidigung geeignet.

Einsatz von Pfefferspray

Bevor Sie dies anwenden, sollten Sie sich umfassend über dessen Gebrauch informieren, um in der Not effektiv zu handeln und sich nicht selbst zu schaden. Pfefferspray oder Pfeffergel wird grundsätzlich zur Tierabwehr eingesetzt, kann jedoch auch als Selbstverteidigung bei sonstigen Angriffen nützen. Es verursacht ein Brennen in Augen, Atemwegen und Haut und sollte vor allem bei starkem Wind mit Bedacht verwendet werden, um dem Sprühnebel nicht selbst zu erliegen. Weiterhin ist Ihre Zielgenauigkeit entscheidend.

Weitere Hilfsmittel

Diese Selbstverteidigungstipps für Frauen sollten nur zum Einsatz kommen, wenn Sie mit den Hilfsmitteln auch selbst gut umgehen können und gezielt wissen, welchen Nutzen Sie aus jedem Gegenstand ziehen können. Es kann immer passieren, dass der Angreifer Ihre Waffe an sich nimmt und sie gegen Sie verwendet. Dies gilt insbesondere für Messer, Pistolen und das eben erwähnte Pfefferspray. Das Tragen von Schuhen mit hohen, dünnen Absätzen verstärkt den Effekt eines erforderlichen Fußtritts. Ihr Handy können Sie mit einer Alarmfunktion versehen oder Schüsse imitieren. Ein vorgetäuschtes Telefonat hält den Angreifer vor seiner beabsichtigten Tat ebenfalls auf Abstand. Weiterhin dienen Regenschirm, Schlüssel und Deo-Spray als weitere bewährte Hilfsmittel für Ihre Notwehr. Sollten Sie einen Hund besitzen und sich in akuter Lebensgefahr befinden, lohnt sich das Erteilen eines eingeübten Kommandos.

Fazit

Mithilfe der oben genannten Selbstverteidigungstipps für Frauen können Sie sich effektiv zur Wehr setzen. Für welche Methoden Sie sich entscheiden, liegt gänzlich in Ihrem persönlichen Ermessen. Bedenken Sie stets: Jede Aktion sollte darauf ausgerichtet sein, eine Möglichkeit zur schnellen Flucht zu schaffen!

 

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